Ratgeber professionelle Zahnreinigung: Das solltest Du wissen

Regelmäßige professionelle Zahnreinigung sollte selbstverständlich sein. Denn es ist gut für die Mund-Hygiene. Netter Nebeneffekt: Mit diesem Gang zum Zahnarzt verschaffst Du dir auch wieder schöne und weiße Zähne.

Der Gang zum Zahnarzt ist normalerweise etwas, dass jeder gern vor sich herschiebt. Eine professionelle Zahnreinigung dagegen ist kein Grund zur Beunruhigung. Die Zahnreinigung beim Profi verläuft, wenn sonst alles OK ist, in der Regel schmerzfrei. Unverständlich, warum sich immer noch manche davor drücken. Denn das Ergebnis sollte es doch wert sein.

Warum eine professionelle Zahnreinigung?

Trotz umfassender Zahnpflege, wozu auch das Reinigen der Zahnzwischenräume gehört, wirst Du nie alle Stellen im Mund erreichen. Vor allem die hinteren Backenzähne, aber auch diverse Stellen zwischen den Zähnen, erreicht man mit Zahnbürste und -seide nur schwer. Hier setzen sich daher gerne Speisereste fest. Diese wiederum können Zahnerkrankungen wie Karies oder Parodontose auslösen. Mindestens einmal im Jahr solltest Du daher eine gründliche Zahnreinigung beim Zahnarzt durchführen zu lassen.

So läuft eine Zahnreinigung beim Zahnarzt ab

Eine professionelle Zahnreinigung (= PZR) dauert kaum eine Stunde. Die Dauer variiert nach Anzahl der noch erhaltenen Zähne im Mund sowie dem allgemeinen Pflege-Zustand. Warst Du nachlässig mit der Zahnpflege, oder seit Jahren nicht mehr beim Zahnarzt, dann kann es auch länger dauern.

Im ersten Schritt wird der Zahnarzt oder seine Helferin die Zähne einfärben, um Plaque gut sichtbar zu machen. Diese Zahnbeläge werden im Anschluss mit einem sogenannten Scaler entfernt. Vor allem Genussmittel wie Kaffee, Tee, Wein und auch Zigaretten lassen unschöne Beläge auf den Zähnen entstehen. Diese werden mit einem Pulverstrahlgerät effektiv entfernt. Danach werden die Zähne gründlich mit Wasser gespült und im Anschluss mit einer Spezialpaste versiegelt. Als letzten Schritt wird auf jeden einzelnen Zahn ein Fluoridgel aufgetragen. Dieses soll Deine Zähne nicht nur zum Strahlen bringen, sondern auch die Neubildung von Karies verhindern.

Etwas Vorsicht ist geboten, wer einen Herzschrittmacher oder künstliche Herzklappen hat. Dies sollte der Doc vorher wissen. Dann bekommst Du etwa eine Stunde vor der Behandlung ein Antibiotikum. Gleiches gilt dann, wer blutverdünnende Medikamente einnehmen muss.

Grundsätzlich ist die PZR schmerzfrei; eine Betäubung ist nicht notwendig. Eine Ausnahme kann bei Patienten mit frei liegenden Zahnhälsen bestehen. Dann kann das Entfernen von Zahnstein durchaus unangenehm sein. Sprich einfach Deinen Zahnarzt darauf an; er wird Dir dann eine leichte Betäubung der Zahnoberflächen vorschlagen. Versuche, das ganze Jahr über auf eine ausreichende Mundhygiene zu achten und so wenig Beläge wie möglich entstehen zu lassen. Dann dauert auch die Zahnreinigung beim Zahnarzt nicht so lange. Damit das Ergebnis der PZR möglichst lange anhält, ist es empfehlenswert, etwa acht Stunden nach der Behandlung nicht zu rauchen. Auch solltest Du keine stark färbenden Lebensmittel, also Rote Beete, Kaffee oder schwarzen Tee zu Dir nehmen. Der Grund für diese Vorsichtsmaßnahmen: Nach einer PZR sind die Zähne besonders sensibel und neue Verfärbungen können besonders schnell entstehen.

Vorteile der jährlichen Zahnreinigung

Ein Zahnarzt hat in seiner Praxis natürlich ganz andere Möglichkeiten zur Zahnreinigung als Du zu Hause. Aus diesem Grund hat diese Zahnreinigung nicht nur gesundheitliche, sondern auch kosmetischen Nutzen. Du wirst unschöne Verfärbungen los und tust gleichzeitig etwas dafür, die Gesundheit Deiner Zähne so lange wie möglich zu erhalten. Insbesondere Patienten, die Implantate, Brücken oder Zahnspangen tragen, können die Lebensdauer dieses Zahnersatzes mit Hilfe einer fachmännisch ausgeführten Zahnreinigung deutlich verlängern. Vielleicht gehörst Du auch zu den Menschen, die Medikamente einnehmen müssen, die den Speichelfluss hemmen. Zu diesen zählen unter anderem bestimmte Antihistaminika und Blutdruckmittel. Diesen Menschen wird ebenso wie Diabetikern und Rauchern empfohlen, eine PZR häufiger als einmal im Jahr vornehmen zu lassen. Auch wenn Du bereits an Parodontitis leidest oder sehr eng stehende und damit schwer zu reinigende Zähne hast, kannst Du eine PZR ruhig bis zu vier Mal im Jahr durchführen lassen.

Diese Kosten kommen auf Dich zu

Egal bei welcher Krankenkasse Du versichert bist: Die PZR ist im Leistungskatalog keiner Kasse enthalten. Aus diesem Grund musst Du die Kosten für die Behandlung komplett selbst übernehmen. Diese variieren je nach Aufwand, den der Zahnarzt betreiben muss und natürlich nach der Anzahl der Zähne. Es lohnt sich also, seine Zähne intensiv zu pflegen. Je weniger Zahnstein vorhanden ist, desto geringer ist der Aufwand. Pro Zahnreinigung musst Du mit Kosten zwischen etwa 70 und 100 Euro rechnen. Sparen kannst Du natürlich, wenn Du eine Zahnzusatzversicherung abgeschlossen hast. Je nach Variante wird Dir dann ein Teil oder sogar der gesamte Rechnungsbetrag für die PZR rückerstattet.

Alternativen zur PZR

Natürlich kannst Du selbst auch einiges tun, um das natürliche Weiß Deiner Zähne zu erhalten. Im Handel sind diverse Mundwasser, Kaugummis und Weißmacher-Zahncremes erhältlich, die Dir laut Werbeversprechen binnen kürzester Zeit zu strahlend weißen Zähnen verhelfen können. Wundermittel sind diese natürlich allesamt nicht. Grundvoraussetzung für gesunde und weiße Zähne ist definitiv eine umfassende Zahnpflege. Zu dieser gehören das Putzen der Zähne zwei Mal am Tag ebenso wie das Reinigen der Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Interdentalbürsten. Dieser Schritt ist besonders wichtig, denn mit einer herkömmlichen Zahnbürste werden nicht alle Zahnflächen erreicht. Etwas besser sind die Putzergebnisse bei elektrischen Zahnbürsten oder Schallzahnbürsten. Mehr übrigens hier: Test elektrische Zahnbürsten

Bis in die Zahnzwischenräume gelangen aber auch diese nicht. Übrigens: Vom Benutzen einer Munddusche raten nicht wenige Zahnärzte ab. Falsch angewandt, entfernt diese Speisereste nicht, sondern schiebt sie nur noch tiefer in die Zahntaschen.

Möchtest Du zwischen zwei professionellen Reinigungsbehandlungen beim Zahnarzt das natürliche Weiß Deiner Zähne zum Vorschein bringen, kannst Du natürlich zu diversen Zahnaufhellungsmitteln für den Hausgebrauch greifen. Zahnweißschienen sind im Handel ebenso erhältlich wie Zahnweißstifte. Diese enthalten in der Regel Wasserstoffperoxid, ein Mittel, welches auch zum Blondieren der Haare verwendet wird. Achte nur darauf, dass Du diese Mittel genau nach Packungsanweisung verwendest, da sie bei falscher Anwendung den Zahnschmelz schädigen können.

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