Zähne putzen mit Backpulver – funktioniert das?

Gelbe Zähne finden viele unschön und diese Menschen suchen eine Möglichkeit, um diese Verunreinigen irgendwie weg zu bekommen und ein blitzweißes Lächeln zeigen zu können. Natürlich gibt es Möglichkeiten wie extra Bleach-Zahnpasta zu verwenden, zum Zahnarzt zu gehen und die Zähne dort aufhellen zu lassen. Aber das kostet. Und warum nicht auf alte Hausmittel zurückgreifen? Backpulver zum Beispiel. Aber – funktioniert das wirklich?

Zuerst eine einfach Antwort: Ja, es funktioniert. Sei es vor einem Vorstellungsgespräch, einem Date oder irgendeinem anderen besonderem Anlass – weiße Zähne runden das Bild ab und mit Backpulver kann das sehr einfach, wenn auch nur für kurze Zeit, erreicht werden. Einfach die Zahnbürste anfeuchten, in Backpulver tauchen und dabei darauf achten, dass alle Borsten gleichmäßig bedeckt sind. Etwa zwei Minuten putzen – nicht zu fest aufdrücken! – und dann mit klarem Wasser ausspülen. Und schon sieht das Lächeln gleich etwas strahlender aus.
Und Backpulver hilft nicht nur beim Aufhellen der Zähne, es wirkt auch gegen Mundgeruch. Dazu dieselbe Prozedur wie oben beschrieben durchführen und noch etwas Wasserstoffperoxid hinzugeben.

Aber bevor man dieses Hausmittel ausprobiert, sollte man sich auch über die Nachwirkungen bewusst sein.

Da wäre zum Beispiel die Tatsache, dass sich das Pulver während des Zähneputzens relativ unangenehm anfühlen kann, aber gut – wer schön sein will, muss manchmal eben leiden. Und für die Leute, die den Nachgeschmack nicht mögen, ist nach dem Putzen Mundwasser oder ähnliches zu empfehlen.

Backpulver wirkt aber gewissermaßen wie ein Scheuermittel. Es soll die Zähne aufhellen und die Schmutzschicht abreiben. Dabei kann das Pulver aber natürlich nicht zwischen gutem und bösen Belag unterscheiden. Das führt dazu, dass eben auch der natürliche Schutz der Zähne, der Zahnschmelz, leidet. Und das wiederum bedeutet, dass die Zähne aufgeraut werden, was einerseits ein eher ungutes Gefühl im Mund ist und andererseits auch wieder dafür sorgt, dass das Gebiß wieder angreifbarer für neue Verunreinigungen ist – und das macht das Ganze zu einem Teufelskreis. Es ist nämlich der Zahnschmelz, der die Zähne weiß erscheinen lässt. Durch zu viel Druck beim Putzen, Säureangriffen und ähnlichem wird er abgerieben und darunter kommt das Dentin zum Vorschein – und das wiederum ist gelb.

Menschen mit Zahnspange ist grundsätzlich von Backpulver als Zahnputzmittel abzuraten. Das Pulver kann nämlich den Kleber auflösen, mit dem die Spange an den Zähnen befestigt wird. Aber auch bei empfindlichen Zähnen sollte man darauf verzichten. Wenn man zu viel putzt, macht es, wie oben schon beschrieben, den Zahnschmelz kaputt und so werden die Zähne noch empfindlicher als ohnehin schon.

Um das alles zusammen zu fassen, ist Backpulver durchaus ein Mittel, um die Zähne kurzfristig heller zu machen. Ein weiterer Vorteil daran ist, das die meisten Haushalte Backpulver zu Hause haben und es viel günstiger ist, als immer neue Zahnpasta zu kaufen. Jedoch sollte man bei jeder Anwendung beachten, dass es die Zähne immer weiter kaputt macht und anfälliger für neuen Verunreinigungen. Also: für ab und zu, ein- bis zweimal im Monat vollkommen in Ordnung – um die Zähne jedoch langfristig aufzuhellen, sollte man auf herkömmliche Zahnpasten aus der Drogerie oder andere Möglichkeiten zurückgreifen.

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