Was hilft gegen Mundgeruch?

Mundgeruch ist ärgerlich und den Betroffenen meist peinlich. Glücklicherweise gibt es Mittel und Wege, mit denen sich unangenehme Gerüche in den Griff bekommen lassen. Davor muss jedoch die Ursache ermittelt werden.

Mundgeruch behandeln: Die Ursache entscheidet

Wie bei allen Beschwerden gilt auch bei Mundgeruch: Zuerst die Ursache ermitteln, bevor es an die Behandlung geht. Meistens sind Bakterien der Auslöser, doch diese können durch unterschiedlichste Faktoren entstehen. So natürlich, wenn die Zähne nicht ausreichend geputzt werden. Darüber hinaus können Karies, Entzündungen der Mundschleimhaut und des Zahnfleisches sowie Parodontitis Gerüche auslösen. Ebenso Pilze in der Mundhöhle, Schnupfen und entzündete Rachenmandeln. Darüber hinaus können Krankheiten, Stress und Komplikationen bei Diabetes mellitus für unangenehme Gerüche sorgen.
Die Ursachen sind also vielfältig. Es ist deshalb wichtig, bei anhaltenden Beschwerden einen Spezialisten aufzusuchen. Harmlose Auslöser lassen sich durch folgende Tipps behandeln.

Tipps gegen Mundgeruch

Jeder fünfte Deutsche leidet unter Mundgeruch. Die meisten bekommen das Problem in den Griff, indem sie Mundwasser verwenden. Präparate aus der Apotheke sind besonders wirksam und töten Bakterien im Mundraum ab. Wer es natürlicher mag, kann Apfelessig mit Wasser vermengen und das Gemisch gurgeln. Ebenfalls wirksam: Warmer Salbeitee. Als Mundspülung verwendet, bringt der Tee eine schnelle Besserung und beseitigt unangenehme Gerüche. Dasselbe gilt für verschiedene Gewächse wie Thymian, Majoran, Fenchel oder Anis. Werden diese gekaut, säubert das den Mundraum auf natürliche Weise. Petersilie ist aufgrund des enthaltenen Apiols empfehlenswert. Das nämlich, neutralisiert schlechte Gerüche und erfrischt wie Ingwer oder Zitrone den Atem.

Schlechte Gerüche einfach wegspülen

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Spülungen, mit denen sich schlechte Gerüchte einfach wegspülen lassen. Sehr effektiv ist etwa Salzwasser. Dazu wird eine Prise Salz in warmem Wasser aufgelöst und anschließend zum Gurgeln verwendet. Kleine Verletzungen und Entzündungen lassen sich dadurch auf natürliche Weise desinfizieren, ohne die Flora im Mundraum zu schädigen.
Olivenöl ist ideal, um die Vermehrung von Bakterien einzudämmen. Täglich zwei Teelöffel reichen aus, um einen spürbaren Effekt zu erzielen. Wer zusätzlich seine Zähne bleichen möchte, kann Wasserstoffperoxid verwenden. Dieses wird im Verhältnis von 1:10 mit Wasser gemischt und anschließend zum Gurgeln verwendet. Da das Mittel sehr aggressiv ist, sollte es lediglich in unregelmäßigen Abständen genutzt werden. Vollkommen unproblematisch ist dagegen Wasser. Vor allem nach dem Konsum von Kaffee oder Alkohol kann ein Glas Wasser viel bewirken und die Säuren neutralisieren.

Was sonst noch hilft

Das einfachste Mittel gegen Mundgeruch ist eine umfassende Mundhygiene. Neben dem Zähneputzen sollte einmal am Tag Zahnseide und Mundwasser verwendet werden. Zusätzlich kann auf spezielle Lösungen zurückgegriffen werden, welche Verunreinigungen in den Zwischenräumen der Zähne lösen und neutralisieren.
Ganz wichtig: Viel trinken. Wasser fördert die Bildung von Speichel, welcher wiederum die Ablagerung von Speiseresten verhindert. Außerdem treibt Wasser die Verdauung an und sorgt so für einen gesunden Magen-Darm-Trakt. Auch Kaugummis regen die Speichelbildung an und senken den Säuregehalt im Mund, weshalb sie durchaus auch gegen Mundgeruch helfen. Vorausgesetzt natürlich, sie enthalten keinen Zucker.
Falls alles nichts hilft: Ab zum Zahnarzt. Der kann sich am einfachsten ein Bild über die Situation im Mundraum machen und passende Maßnahmen einleiten. Gerade Mundgeruch, welcher durch Erkrankungen ausgelöst wird, ist selbst nur schwer beizukommen und bringt oft noch andere Beschwerden mit sich.

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